Schriftzug: Fachbereich Mathematik 
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Studiengang Mathematik Diplom

Kurzfassung des Studienplans

Diplom- und Studienordnung (pdf-File)

Aktuelle Links:

An Vorlesungen des Hauptstudiums gekoppelte Einzelprüfungen, Bachelorabschluss sowie Anwendungsfächer .


Es gibt eine Mailingliste "dima" für Studierende des Studiengangs Mathematik-Diplom.


Dieses Dokument ist aktueller als der offiziell noch gültige, aber in einigen Teilen aufgehobene Studienplan vom 15.April 1998 und enthält nach Meinung des Autors alle wesentlichen Informationen.

Inhaltsverzeichnis

 


Grundstudium

Das 5 Semester umfassende Grundstudium beginnt stets in einem Wintersemester und wird mit dem Vordiplom abgeschlossen. Es liefert die wesentlichen Grundlagen und hat zum Ziel, eine eigenständige Gestaltung des Hauptstudiums zu ermöglichen. Der Hauptunterschied zur Schulmathematik besteht zum einen in einer größeren theoretischen Tiefe verbunden mit einer präzisen Sprache, zum anderen in der alles bestimmenden Warum-Frage: wir setzen also Neugier seitens der Studierenden voraus. Darüber hinaus soll der mächtige Anwendungsbezug der Mathematik zum Tragen kommen.

Orientierungseinheit

Das Studium beginnt mit einer ca. 9-tägigen Orientierungseinheit, in der Student/inn/en höherer Semester die Erstsemester engagiert auf das Studium vorbereiten - mit einer Probevorlesung, mit Studienberatungen, mit einer Rallye durch die Uni, mit einem Besuch von Betrieben, in denen Mathematiker/innen arbeiten, und vieles mehr, insbesondere mit diversen Möglichkeiten zum Kennenlernen!

Analysis I/II, Lineare Algebra und Analytische Geometrie I/II

Es folgen in den ersten beiden Semestern die Analysis I/II (Folgen, Reihen, Stetigkeit, Differential- und Integralrechnung für Funktionen einer, später auch mehrerer Variablen), und die Lineare Algebra und Analytische Geometrie I-II (Vektorräume, Matrizen und lineare Abbildungen, lineare Gleichungssysteme, Determinanten, Eigenwerte, Euklidische Vektorräume) mit je einer 3- oder 4-stündigen Vorlesung und einer 2- oder 3-stündigen Gruppen- und Übungsarbeit.

Numerische Mathematik und Programmiersprache

Die Numerische Mathematik (Interpolation durch Polynome und Splines, numerische Integration, numerische Lösung linearer und nichtlinearer Gleichungssysteme, lineare Optimierungsaufgaben, lineare Ausgleichsrechnung) mit einer 2-stündigen Vorlesung und einer 2-stündigen Gruppen- und Übungsarbeit erstreckt sich auf das 2. und 3.Semester.

Für die Absolvierung der Übungsaufgaben sind Kenntnisse einer höheren Programmiersprache (z.Zt. Java) unerlässlich. Diese können erworben werden in einem Programmierkurs in der vorlesungsfreien Zeit zwischen Winter- und Sommersemester.

Mathematische Stochastik

Die Mathematische Stochastik (Wahrscheinlichkeiten, diskrete und kontinuierliche Verteilungen) ist mit einer 4-stündigen Vorlesung und einer 2-stündigen Übung Teil des Studienplans im 3. Semester.

Analysis III

Die Analysis wird durch im Rahmen des Moduls Höhere Analysis im 3. Semester abgeschlossen.

Modulhandbuch

Den verbindlichen Inhalt der Lehrveranstaltungen des Grundstudiums (Analysis I-III, Lineare Algebra und Analytische Geometrie, Numerische Mathematik, Mathematische Stochastik) kann man dem Modulhandbuch für die Bachelorstudiengänge entnehmen. Diese Lehrveranstaltungen werden jetzt unter den Modulen P1-P5 angeboten.
Man beachte, dass die Vorlesungen Analysis I/II jetzt zu einem zweisemestrigen Modul Analysis zusammengefasst sind, während Analysis III als Höhere Analysis firmiert.

Übungen

Das vielleicht wesentlichste Element eines Mathematikstudiums sind die durchgängig zu Vorlesungen angebotenen Übungen, in denen wöchentlich Aufgaben gestellt und von fortgeschrittenen Studierenden korrigiert werden. Hier werden Übungsscheine vergeben, die für das Vordiplom erforderlich sind.

Anwendungsfach

Schon im 1. Semester kann mit dem Anwendungsfach begonnen werden, welches in Hamburg ganz bewusst nicht Nebenfach heißt. Studienpläne gibt es zu Physik, Informatik, Astronomie, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Technische Mechanik und Elektrotechnik (die beiden letzteren an der TU in Harburg).

Proseminare, Grundlegende Vorlesungen des Hauptstudiums

Das Grundstudium wird durch zwei Proseminare, in denen das bisher Gelernte aktiv umgesetzt werden kann, und durch drei Grundlegende Vorlesungen des Hauptstudiums (je eine 4-stündige Vorlesung mit einer 2-stündigen Übung) aus der Reinen Mathematik, der Angewandten Mathematik und der Mathematischen Stochastik abgeschlossen. Letztere sollen nahtlos in das Hauptstudium überleiten und sollen bei der Entscheidung über eine Studienrichtung im Hauptstudium helfen.

Zusatzbereich

Ferner gibt es einen Zusatzbereich, in dem es zum einen um die historische Stellung und Entwicklung der Mathematik und zum anderen um die Berufspraxis geht. Gelegentlich wird eine Geschichte der Mathematik angeboten. Auch ein Berufspraktikum wird dringend empfohlen.

Verlaufsplan des Grundstudiums

 

1. WiSe

2. SoSe

3. WiSe

4. SoSe

5. WiSe

Reine Mathematik

Analysis I
(4+3 SWS)

Lineare Algebra und Analytische Geometrie I
(4+3 SWS)

Analysis II
(3+3 SWS)

Lineare Algebra und Analytische Geometrie II
(3+3 SWS)

Analysis IIIa
(2+2 SWS)

Analysis IIIb
(2+2 SWS)

Standard-
veranst.
(4+2 SWS)

Proseminar
(2 SWS)

Standard-
veranst. V1
(4+2 SWS)

Angewandte
Mathematik
und
Mathematische
Stochastik

 

Numerische Mathematik,
1. Teil
(2+2 SWS)

Numerische Mathematik,
2. Teil
(2+2 SWS)

Math. Stochastik
(4+2 SWS)

 

Standard-
veranst.
(4+2 SWS)

Proseminar
(2 SWS)

Anwendungs-
fach

4 SWS

2 SWS

4 SWS

2 SWS

 

Zusatz-
bereich

Geschichte der Mathematik (GdM)
(2 SWS)

   

GdM
(2 SWS)

Praktikum
(3 SWS)

GdM
(2 SWS)

Summe

18 SWS

20 SWS

18 SWS

19 SWS

16 SWS

 

Diplom-Vorprüfung

Es sind vier Übungsscheine zu Analysis I-III und Lineare Algebra/Analytische Geometrie I-II, unter ihnen einer zu Analysis III (oder zu einer Grundlegenden Vorlesung des Hauptstudiums) vorzulegen. Ferner müssen Übungsscheine in Numerischer Mathematik und Mathematischer Stochastik sowie ein Proseminarschein erworben werden.
Kernstück des Vordiploms sind vier studienbegleitende i.a. mündliche 30-minütige Prüfungen mit den Prüfungsfächern
  • Analysis I und Lineare Algebra/Analytische Geometrie I
  • Analysis II/III und Lineare Algebra/Analytische Geometrie II
  • Numerische Mathematik oder Mathematische Stochastik
  • Anwendungsfach.

Hier gibt es eine englischsprachige Erläuterung des Vordiploms.

 

Hauptstudium

Veranstaltungstypen

Hierzu gehören eine Reihe von Standardveranstaltungen (V1) (im Vorlesungsverzeichnis Grundlegende Vorlesungen genannt), Folge- und Vertiefungsveranstaltungen (V2), (V2S) (im Vorlesungsverzeichnis Weiterführende und Spezialvorlesungen genannt) - in der Regel sind dies 4-stündige Vorlesungen mit 2-stündigen Übungen, die die Grundlage für die Prüfungsfächer Kernbereich, Wahlpflichtbereich und Spezialgebiet legen. Beispiele hierfür finden sich unter den Links zu den drei Studienrichtungen. Hinzu kommen Lehrveranstaltungen des Anwendungsfachs und des Zusatzbereichs sowie eine Reihe von Seminaren (Seminare (S1) im Anschluss an Standardveranstaltungen, Vertiefungsseminare (S2) im Anschluss an Vertiefungsveranstaltungen V2S und Modellierungsseminare, letztere auch in Form von Arbeitsgemeinschaften, sowie Seminare über Mathematik und Gesellschaft bzw. über Geschichte der Mathematik).

 

Studienrichtungen

Es gibt drei Studienrichtungen. Eine muss als Kernbereich und eine hiervon verschiedene als Wahlpflichtbereich ausgewählt werden:

Eine wesentliche Säule des Studiums bilden die Seminare, aus denen insgesamt vier Seminarscheine zum Hauptdiplom vorgelegt werden müssen. Häufig kann man in einem Seminar auch verschiedene Arten von Seminarscheinen erwerben. Diese Seminare sind stets mit Vorträgen verbunden, hier lernt man selbständiges Arbeiten! Vorbesprechungen zu den Seminaren finden meist am Ende des vorangehenden Semesters statt. Bitte die vorgezogene Anmeldephase in STiNE beachten.

 

Bachelor

Seit Anfang 2001 gibt es die Möglichkeit eines Bachelor-Abschlusses. Für diesen sind das Vordiplom, die Kernbereichsprüfung und eine Bachelor Thesis sowie drei Übungs- oder Seminarscheine (u.a. den Seminarschein (Modellierung)) notwendig. Die Bachelor Thesis besteht aus einer umfangreichen Seminarausarbeitung. Die Bearbeitungszeit beträgt zwei Monate.

 

Anwendungsfach

Hierzu finden sich ausführliche Informationen. Die entscheidende Frage im Hauptstudium ist, ob im Vergleich zum Grundstudium ein Wechsel des Anwendungsfaches vorliegt. Wenn ja, ist Prüfungsgegenstand das, was im Grundstudium verlangt wird plus 50% der Anforderungen des Hauptstudiums.

Zusatzbereich

Auch im Hauptstudium gib es einen Zusatzbereich, für den das gleiche gilt wie für den Zusatzbereich des Grundstudiums.

Verlaufsplan des Hauptstudiums

 

6. FS

7. FS

8. FS

9. FS

10. FS

Kernbereich

Standard-
veranst. V1
(4+2 SWS)

Seminar S1
(2 SWS)

Standard-
veranst. V1
(4+2 SWS)

Folge-
veranst. V2
(4+2 SWS)

Folge-
veranst. V2
(2 SWS)

Vertiefungs-
veranst. V2S
(4+2 SWS)

AG Modellierung
(2 SWS)

Vertiefungs-
seminar S2
(2 SWS)

Diplom-
arbeit

Wahlpflicht-
bereich

Standard-
veranst. V1
(4+2 SWS)

Seminar S1
(2 SWS)

Folge-
veranst. V2
(2 SWS)

kompl. Standard-
veranst. V1
(4+2 SWS)

 

Anwendungs-
fach

4 SWS

2 SWS

4 SWS

2 SWS

 

Zusatz-
bereich

Geschichte der
Mathematik
(GdM)
(2 SWS)

Berufs-
kundliche
Exkursion
(2 SWS)

Praktikum
(3 SWS)

GdM
(2 SWS)

GdM
(2 SWS)

Summe

20 SWS

18 SWS

17 SWS

14 SWS

2 SWS

 

Diplom-Prüfung

Es sind vier Seminarscheine vorzulegen:

  • ein Seminarschein aus einem S1-Seminar,
  • ein Seminarschein (Vertiefung) aus einem S2-Seminar,
  • ein Seminarschein (Modellierung) und
  • ein Seminarschein (Mathematik und Gesellschaft).
Der Höhepunkt besteht in der Diplomarbeit aus einem Vertiefungsfach zur gewählten Studienrichtung. Zur Bearbeitung werden 6 Monate veranschlagt. Hinzu kommen noch vier mündliche 30min Prüfungen:
  • Kernbereich (ca. 20 SWS)
  • Spezialgebiet (ca. 8 SWS) aus der gewählten Studienrichtung
  • Wahlpflichtbereich (ca. 10 SWS) (in einer anderen Studienrichtung als die des Kernbereichs)
  • Anwendungsfach (ca. 12 SWS)
Es wird empfohlen, als Prüfer/in des Kernbereichs und des Spezialgebietes zwei verschiedene Personen zu wählen.

Die Bezeichnung des Spezialgebiets ergibt sich meist aus dem Thema der Diplomarbeit. Jeder Teilname eines Forschungsschwerpunkts am Department Mathematik (Algebra, Zahlentheorie, Analysis, Differentialgeometrie, Geometrie, Diskrete Mathematik, Differentialgleichungen, Dynamische Systeme, Optimierung, Approximation, Stochastische Prozesse, Mathematische Statistik) ist eine mögliche Bezeichnung des Spezialgebietes.

Seit dem 1.11.2000 gibt es die Möglichkeit, die ersten drei ("Gesamt"-)Prüfungen durch mehrere direkt an Vorlesungen gekoppelte, studienbegleitende Einzelprüfungen zu ersetzen. Alle Gesamt-Prüfungen können vor Anfertigung der Diplomarbeit studienbegleitend stattfinden - mit Ausnahme der Prüfung im Spezialgebiet. Diese muss innerhalb von drei Monaten nach Abgabe der Diplomarbeit abgelegt werden.

Prüfungsorganisation

Die Abwicklung der Prüfungen erfolgt über das Studienbüro Mathematik.


 
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