Universität Hamburg
Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. (FHS)

Mittwochs-Vorträge Sommer 2003
(20.00 Uhr)
Hamburger Sternwarte in Bergedorf
Gojenbergsweg 112, D-21029 Hamburg, Seminarraum (siehe
Lageplan)

Spende: 5 €

Zusätzliche Termine 2003
,,Sternenzauber zur Weihnachtszeit''
Stimmungsvoll
Fröhlich
Geheimnisumwoben
Geschichten um das Fest der Liebe
Rena Larf
und Guido Fahrendholz, Berlin
Hamburger Sternwarte - Mittwoch 3. Dezember 2003, 19 Uhr
(Der Eintritt von 5 Euro kommt dem
Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. zugute)
Bundesweiter Astronomietag am Samstag 23. August 2003:
Programm in der Hamburger Sternwarte,
15 bis 18 Uhr
Führungen jeweils Donnerstag um 19 Uhr (14tägig)
Ausstellung ,,Weltbild im Wandel''
8. und 22. Mai 2003, 5. und 19. Juni 2003, 3. und 17. und 31. Juli 2003
Weitere Termine ab Oktober 2003 - Mi 15.10. um 18.00 Uhr
im ,,Astronomiepark Hamburger Sternwarte''
Lange Nacht der Museen 2003 am Samstag 17. Mai 2003
Das war der Tag der offenen Tür in der Hamburger Sternwarte
Tag der offenen Tür am Samstag 21. Juni 2003
Guido Fahrendholz, Berlin und Rena Larf, Hamburg - Mittwoch 2. Juli 2003, 20 Uhr
Lesung unterm Sternhimmel:
Traumhafte Lyrik und Kurzgeschichten zum Thema:
,,Sonne, Mond und Sterne''
(Der Eintritt von 5 Euro kommt dem
Förderverein Hamburger Sternwarte e.V. zugute)
Bilder:
Rena Larf in der Zeitung
Vorbereitungen vor der Lesung
Guido Fahrendholz (Berlin) und Rena Larf (Hamburg)
Rena Larf (Hamburg) kurz vor der Lesung
Guido Fahrendholz (Berlin) bei der Lesung
(Enthüllung am 12. Juli 2003 durch die Vorsitzende Frau Gerda-Ilka Borgelt der
Sternfreunde Bad Salzuflen e.V.)

Die Sternwarte kann folgendermaßen erreicht werden:
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(mit Sternwarten-Führung und Beobachtung)
16. April 2003
Mithras - ein spätantiker Sternenkult.

21. Mai 2003
Sternwarte nach Gutsherrenart - das Bothkamper Observatorium.

18. Juni 2003
Gedanken zur Astrologie und ihrer Bedeutung für Aby Warburg.

16. Juli 2003
Lichtenberg an der Göttinger Sternwarte.

20. August 2003
Sterne über Hamburg - die Geschichte der Hamburger Sternwarte.

17. September 2003
Frühere Vorträge und Aktivitäten:
Lange Nacht der Museen 2002

Sternwarten-Führung und Beobachtung
Verantwortliche und Mitwirkende vom Förderverein

Inhaltsangabe der Vorträge
16. April 2003
Dipl.-Phys. Rahlf Hansen:
Mithras - ein spätantiker Sternenkult.
Kultfigur des Mithräums Prisca in Rom
(Aufnahme Rahlf Hansen)Kurz vor dem Jahr 100 breitet sich im Römischen Reich ein
neuer Kult aus: Der Mithraskult. Nachdem aus Judäa das
Christentum und aus Ägypten der Isiskult zunehmenden Anklang
fanden, taucht nun ein persischer Gott im römischen Pantheon
auf. Viele der Kultstätten mit ihren Götterdarstellungen
haben die Zeit überdauert, schriftliche Hinterlassenschaften gibt
es fast keine. In wie weit man aus den wenigen Anfeindungen von Seiten
der Christen und zeitgenössischen Texten, etwa der Gnosis und des
Neuplatonismus, auf die Inhalte der Lehren schließen kann ist
umstritten. Ein Zusammenhang mit den Sternen ergibt sich aber
unmittelbar aus den Kultgegenständen, nur die Interpretation ist
schwierig.
Der Umstand, dass das Datum unseres Weihnachtsfestes aus dem
Mithraskult entlehnt wurde, und weitere Ähnlichkeiten mit dem
Christentum, lassen die Frage nach der Bedeutung dieses längst
vergangenen Kultes aufkommen.
21. Mai 2003
Dr. Felix Lühning (Bremen):
Sternwarte ,nach Gutsherren Art' - das Bothkamper Observatorium.
Sternwarte der Kammerherrn von Bülow zu Bothkamp
1869/70 ließ der schleswig-holsteinische Gutsbesitzer und
Kammerherr Friedrich Gustav von Bülow am Rande seines Gutshofes
Bothkamp mit erheblichem finanziellen Aufwand eine Privatsternwarte
errichten, die sowohl hinsichtlich ihrer instrumentellen Ausstattung,
als auch ihrer Architektur und Einrichtung alles bisher dagewesene im
deutschen Staatenbund in den Schatten stellte.
Die Bothkamper Sternwarte erlangte vor allem durch die
Tätigkeiten der Astronomen H.C. Vogel und W.O. Lohse, die hier
erstmals systematische und umfassende astrophysikalische Forschungen
betrieben, eine internationale Berühmtheit. Der Vortrag will
jedoch nicht nur die wohlbekannten Tätigkeiten dieser beiden
Wissenschaftler würdigen, sondern vielmehr die ganze Geschichte
dieser Sternwarte bis zu ihrem Ende 1932 beschreiben und dabei auch
einen Blick hinter die Kulissen wagen - welche Gründe von
Bülow zum Bau seiner Sternwarte trieben, wie ihre Ausstattung
genau beschaffen war; last but not least sollen auch die Astronomen
vorgestellt werden, die nach Vogel und Lohse hier arbeiteten und das
Schicksal hatten, stets im Schatten ihrer Vorgänger zu
stehen.
Der Vortrag wird nicht nur eine Reihe bislang unbekannter
Photographien aus der Bothkamper Sternwarte zeigen, sondern auch
verschiedene genaue Rekonstruktionszeichnungen, die der Referent auf
der Grundlage eigener umfassender Forschungen herstellen konnte.
18. Juni 2003
Dr. Herwart Nöldeke:
Gedanken zur Astrologie und ihrer Bedeutung für Aby Warburg.
Aby Warburg (1866-1939)Die astrologische Schicksalsdeutung der Stellung von Sonne, Mond
und Planeten ist auch heute noch ein soziales Faktum und
Millionengeschäft zugleich. Wohl jeder kennt ,,sein''
Tierkreiszeichen. Manager und Politiker holen sich vor wichtigen
Entscheidungen astrologischen Rat.
Im Vortrag wird erläutert, in welchem Sinne das Wesen der
Astrologie in einer Vereinigung von Magie und Logik besteht. Es wird
analysiert, wie sich die Feindschaft zwischen Astrologie und
Naturwissenschaft begründet und Missverständnisse zwischen
beiden Lagern sichtbar gemacht. Dabei werden die sog. Inkongruenz von
Sternbild und Tierkreiszeichen, das Kausalitätsproblem sowie
Frage nach Intuition, Sprachform und Statistik eine wichtige Rolle
spielen. Insbesondere soll auch zur Sprache kommen, was den
Kunsthistoriker Aby Warburg (1866-1939) an der Astrologie speziell
interessiert hat.
16. Juli 2003
Henning Krause:
Lichtenberg an der Göttinger Sternwarte.

Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)
Gut zehn Jahre nach der Gründung der Georgia Augusta (1737)
wurde die erste Göttinger Sternwarte errichtet. Die Jahrzehnte
nach dem Tod des Direktors Tobias Mayer (1723-1762) gehörten zwar
nicht zur Blütezeit des Observatoriums, doch neben Abraham
Gotthelf Kästner (1719-1800) führte dort auch der junge
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) astronomische Beobachtungen
durch. Der Göttinger Professor ist heute hauptsächlich wegen
seiner Aphorismen und der nach ihm benannten Entladungsfiguren
bekannt, seine Beschäftigungsfelder waren aber viel
umfangreicher. Der Vortrag wird besonders die geodätische und
astronomische Tätigkeit Lichtenbergs vom Beginn seines Studiums
1763 bis zum Ende seiner zweiten Englandreise 1775 beleuchten. Obwohl
er sich auf anderen Feldern mehr Verdienste als in der Astronomie
erwarb, lohnt sich ein tieferer Einblick - gerade wegen Lichtenbergs
vielschichtiger Persönlichkeit.
20. August 2003
Dr. Jochen Schramm:
Sterne über Hamburg - die Geschichte der Hamburger Sternwarte.
Hamburger Sternwarte am MillerntorDie Hamburger Sternwarte ist eine der großen astronomischen Zentren mit internationalem Renomee. Ihre Entstehung geht auf das Engagement des Hamburger Obersprützenmeisters Johann Georg Repsold Anfang des 19. Jahrhunderts zurück, aus der 1825 die erste Hamburger Sternwarte am Millerntor erwuchs. Das Interesse an der astronomischen Wissenschaft in Hamburg lässt sich jedoch bis zur Zeit Tycho Brahes zurückverfolgen, als dieser einige Jahre im Schloss Wandsbek gastierte.
Die Verknüpfung zwischen Seefahrt und Astronomie hatte in Hamburg immer eine große Rolle gespielt. In der Geschichte der Hamburger Sternwarte kam dies durch die Sternpositionskataloge, den Zeitball im Hafen zum Ausdruck und es gab selbst Kontakte zu den legendären Meuterern der Bounty.
1912 wurde die Sternwarte nach Hamburg-Bergedorf verlegt, wo eine der größten und modernsten Sternwarten Europas entstand. Die Astronomen entdeckten die ,,Astrophysik" und viele astronomisch bedeutende Entdeckungen wurden vonden Wissenschaftlern mit den großen Teleskopen gemacht. Der geniale Optiker Bernhard Schmidt erfand in den 30er Jahren den ,,Schmidt Spiegel".
Nach der Zeit des Nationalsozialismus, der auch der Sternwarte zusetzte, wandelte sich die Astronomie erneut. Beobachtungen wurden nun an internationalen Observatorien in Spanien oder Chile vorgenommen und später ins Weltall verlegt.
Die Faszination an der Welt der Sterne, Gasnebel und Galaxien ist aber über die Jahrhunderte unverändert geblieben.
17. September 2003
Eckart Bollweg:
Was mache ich mit meinem Fernrohr?
Praktische Astronomie für Einsteiger
Während einiger Jahrtausende die Astronomie ohne Fernrohre betrieben wurde,
machen in der heutigen Zeit Discount-Teleskope sowie computergesteuerte
Amateurinstrumente den Einstieg in die Hobbyastronomie vermeintlich leicht.
Aber der Umgang mit solchen Geräten kann zu kompliziert oder auch zu
langweilig sein. Mit Grundlagenwissen bezüglich Optik, Mechanik und der
Astronomie selbst, kann man die Schwachpunkte der (angebotenen) Ausrüstung
rechtzeitig erkennen und geeignete Konsequenzen ziehen. Grundlagenwissen
hilft auch, sich nicht nur für das richtige Fernrohr, sondern auch über die richtige Aufstellung zu entscheiden (z.B. Kenntnis des Koordinatensystems).
Wichtig kann auch sein, daß man sich eine Aufgabe oder einen Schwerpunkt
(der Forschungen) sucht. Als Hilfsmittel für eigene Beobachtungen bieten
sich traditionelle Sternkarten und Jahrbücher an. In den letzten Jahren hat
der heimische PC mit Astro-Simulationssoftware und Internetzugang eine große
Bedeutung bekommen.

Lageplan
11. November 2003
IGN - Uni Hamburg
Förderverein Hamburger Sternwarte (FHS)