Tensoren, Differentialformen, Mannigfaltigkeiten und die Bewegung von Fronten

Inhalt

Fronten, so weit das Auge reicht: Ausbreitung von Verbrennungsfronten, dendritisches Kristallwachstum, Wirbelschichten in Strömungen, Kantenerkennung in der Bildverarbeitung, Bildung von Stoßwellen beim Flug schneller Flugzeuge, Buchstabenerkennung auf Bankformularen, Trennlinien zwischen Seifenblasen, und vieles mehr. Diese Vorlesung soll die Grundlagen erarbeiten, die zu einer Diskussion von Frontenverfolgungsproblemen unumgänglich sind. Wir werden zum Einstieg den Fall "glatter" Phänomene behandeln, d.h. Mannigfaltigkeiten und die auf ihnen agierenden Maschinen der Tensorrechnung und des Differentialformenkalküls. Bei Phänomenen mit Unstetigkeiten müssen maßtheoretisch verallgemeinerte Flächen, die sogenannten "Varifaltigkeiten" (Varifolds), betrachtet werden, die uns in die Geometrische Maßtheorie führen werden. Im folgenden Semester wird eine weiterführende Veranstaltung angeboten.

Ziel

Erlernen des Tensor- und Differentialformenkalküls. Umgang mit Hausdorff-Maßen und Varifaltigkeiten. Einführung in die Problematik der mathematischen Frontenverfolgung.

Vorkenntnisse

Grundvoraussetzung ist Vordiplom, Spaß an der Mathematik und ihren Anwendungen und Neugierde auf das Erkennen ungeahnter Zusammenhänge.

Literatur