Der erste Vortrag über Anwendungen der Linearen Algebra steht an: Heute in einer Woche, am Mittwoch dem 5.12.2012, um 18:15 Uhr im Hörsaal H5 des Geomatikums heißt das Thema "Anwendungen der Linearen Algebra: Kryptologie". Etwas korrekter müsste es heißen "Anwendungen von Inhalten aus der Vorlesung Lineare Algebra in Kryptologie", denn weder ist die Kryptologie, also die Wissenschaft der Verschlüsselung, insgesamt eine Anwendung der Linearen Algebra, noch sind die beabsichtigten Vortragsinhalte in besonderer Weise linear. Viel mehr soll die Gelegenheit genutzt werden, eine spannende mathematische Disziplin als Anwendungskontext der modularen Arithmetik zu präsentieren. In der Vorlesung spielte in den vergangenen Wochen immer wieder die Menge $\mathbb{Z}/n$ der Reste modulo einer natürlichen Zahl $n$ eine Rolle. Erst diente $\mathbb{Z}/n$ als Beispiel für eine Menge von Restklassen einer Äquivalenzrelation, dann als (unterliegende Menge) einer endlichen abelschen Gruppe und schließlich wurde die Gruppenstruktur sogar zu einer Ringstruktur erweitert. Diese endlichen Zahlbereiche sind in der Mathematik von großer Bedeutung und, wie der Vortrag belegen wird, auch in unserem Alltag heutzutage ständig präsent.
Als Vorgeschmack auf den Vortag in der kommenden Woche sei noch auf die Vorführung des Films "Codebreaker" verwiesen. Der Fachbereich Mathematik der Universität Hamburg zeigt um 18 Uhr (c.t.) im Abaton einen Dokumentarfilm über Leben des Mathematikers Alan Turing, in welchem auch dessen kryptoanalytisches Während des zweiten Weltkriegs beleuchtet wird. Anlass ist das ausklingende "Turing-Jahr" 2012, zur Feier des 100. Geburtstages von Alan Turing und zur Würdigung seiner Leistungen in Mathematik und Informatik.
